Kapstadt ist noch schöner als ich es in Erinnerung hatte

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Nach viel zu langer Zeit melde ich mich auch mal wieder. Jetzt ist es schon fast Februar, das heißt noch knapp 8 Monate, dann ist das Abenteuer Südafrika auch schon wieder zu Ende. Das klingt noch echt lange, aber die Zeit  vergeht wie im Flug.

Trotzdem möchte ich euch allen nachträglich ein Frohes Neues Jahr wünschen!

Nach dem letzten Eintrag haben die großen Sommerferien hier in Südafrika begonnen. Alle Freiwilligen sind in den Urlaub gefahren, ich aber bin Zuhause geblieben, da Philipp Mitte Dezember bis Mitte Januar zu Besuch kam.

In der ersten Ferienwoche war ich alleine in der WG, hatte aber immer mal wieder Besuch von den Berlin und East London Freiwilligen. Es war sehr schön sich mal mit den anderen auszutauschen wie es bei deren Freiwilligendienst läuft und ich konnte ihnen unseren Einsatzort zeigen. Außerdem hatte ich, in der Zeit in der ich allein war, mal genügend Raum zum gründlich putzen. Das war echt nötig: Küche und Poolhaus sind sauber.

In dieser Woche habe ich auch viel mit den Haven Mitarbeitern gemacht. Zum Beispiel bin ich das erste Mal mit einem Südafrikanischen Taxi gefahren, was uns eigentlich nicht empfohlen wurde, weil man doch mal schnell ausgeraubt werden kann. Aber es ist zum Glück alles gut gegangen. Man muss sich das so vorstellen: Ein Fahrer, ein Anderer welcher die ganze Zeit aus dem Fenster schreit wo es hingeht und ca. 16 Sitzplätze aber ca. 20 Mitfahrer und so laut Südafrikanische Musik, dass man sein eigenes Wort nicht versteht. Die Erfahrung war echt cool, aber ich würde es niemand ohne Local(Südafrikaner) empfehlen.

Auch in dieser Woche hat das Beach Opneing am Summerstrand in PE stattgefunden. Dort bin ich mit Zikhona und Fragrance (Mitarbeiter)mit Familie hingefahren. Das war echt Mega cool. Alle Coloureds und Blacks aus PE haben es sich den ganzen Tag am Strand gemütlich gemacht, überall lief Musik und die Stimmung war ausgelassen. Gegen später hat ein DJ aufgelegt und es gab ein rießen Feuerwerk.

Dann war es auch schon soweit am 19.12 habe ich Philipp am Flughafen hier in PE abgeholt, damit hat auch mein Urlaub begonnen.

Die ersten Tage habe ich ihm PE gezeigt. Wir waren am Strand surfen, beim Haven und in New Brighton. An seinem ersten Morgen durfte er gleich das Auto anschieben, also hat er „Haut nah“ unseren Alltag mitbekommen.

Am 20- 22. Dezember sind Laura und ihr Freund Marius, der auch gerade aus Deutschland zu Besuch ist, nach PE gekommen. Es war sehr schön sich wieder ein bisschen wie in Deutschland zu fühlen. Da man seine Freunde wieder um sich hat – ihnen sein neues Zuhause zu zeigen kann. Zusammen waren wir surfen und auch am Sardinia Bay.

Nach und nach sind alle Freiwilligen aus meiner WG eingetrudelt. Das war echt schön, denn Weihnachten stand vor der Tür.

24. Dezember: Südafrikanisches Weihnachten an deutschem Weihnachten. Hier wird Weihnachten am 25. Dezember gefeiert, wir wollten die Tradition vom 24. beibehalten. Alle PE Freiwilligen, Philipp und noch 3 Freunde von Niko haben zusammen gebraait. Von Steaks über Würstchen bis zu verschiedenen Salaten und Nachtisch gab es echt alles. Es war echt ein schöner Abend mit allen in der Sonne und am Pool Weihnachten zu feiern. Trotzdem war es komisch die Bilder vom kalten deutschen Weihnachten zu sehen

26. Dezember: Guided Tour im Addo Elephant National Park. Philipp und ich sind früh morgens nach Addo (ca. 45min) gefahren um dort mit Crisscross Adventures die Tour zu machen. Es war echt beeindruckend und wir hatten sogar das Glück 2 von den insgesamt 14 Löwen zu sehen.

27. Dezember: Kapstadt ist einfach noch schöner geworden, als ich es in Erinnerung hatte. Die Stadt hat mich ein weiteres Mal in ihren Bann gezogen. Wir sind morgens angekommen haben unsere Betten im Backpacker Pinelands bezogen, haben das Mietauto für die nächsten 15 Tage geholt und haben die Stadt unsicher gemacht.

(Was in den folgenden Tagen passiert ist, werde ich Stichpunktartig auflisten, lasst euch einfach von den Bildern verzaubern)

Greenmarket: Traditionller Afrikanischer Markt im Herzen Kapstadts

 

Long Street: „Die“ Straße in Kapstadt, mit wunderschönen alten Häusern.

 

Waterfront: Hafen der Stadt und hier spielt sich das Leben ab. Restaurants, Straßenkünstler, Souvenirläden und Afrikanische Musik

Restaurant: Mexikaner, mein absolutes Lieblingsrestaurant in Kapstadt. Ich habe es zum Glück auf Anhieb wieder gefunden. Hier haben wir uns auch mit Laura und Marius getroffen.

 

Signal Hill: Ein Berg mit wunderschöner Aussicht auf die Stadt(neben Tafelberg und Lion Head).

29. Dezember: Bo- Kaap. Ein Stadtteil Kapstadts das aus vielen bunten Häusern besteht(entstand als Siedlung von Kapmalaien, die bis heute die Mehrheit der Bewohner stellen)

Old Buiscuit Mill Market: Ein Markt mit unzähligen Essens aber auch Souvenierständen. Hier trifft sich einmal die Woche Kapstadt. Auch wir haben dort einige bekannte Gesichter wie Marius und Laura getroffen.

Panorama Route: Camps Bay, Clifton und Hout Bay: Das sind kleine Städte die am Meer liegen. Hier kann man wunderbar mit dem Auto vorbei fahren und den Mix aus Berg und Meer, welchen Kapstadt ausmacht, bewundern.

Bloubergstrand: Meiner Meinung nach der schönste Strand, mit Blick auf Tafelberg und mit Blick auf gefühlt tausend Kitesurfer.

Signal Hill: Bei Sonnenuntergang ist es hier einfach wunderschön, mal wieder haben wir alle Freiwilligen und auch Laura und Marius getroffen.

  1. Dezember: Lions Head: das ist ein Berg welcher sich zwischen Tafelberg und Signal Hill erstreckt. Wir sind zum Sonnenaufgang um 4 Uhr hoch gewandert. Es war wunderschön, denn die Sonne ist über dem Tafelberg aufgegangen.

Stellenbosch: Eine kleine Stadt ca. 45km entfernt. Stellenbosch ist bekannt für die unzähligen Weingüter, unzähligen Weinreben und das gemütlich Ambiente.

31. Dezember: Muizenberg: Eine Stadt, welche durch ihre bunten Holzhütten am Strand bekannt ist.

Simons Town: Dieser kleine Ort ist durch seine Pinguinkolonie am Strand bekannt.

Kap der Guten Hoffnung: Hier haben wir eine kleine Wanderung zum Süd- Westlichsten Punkt Afrikas gemacht. Der Ausblick und das Wetter waren wunderbar. Eins der schönsten Dinge die man in Kapstadt und Umgebung machen sollte.

Silvester: Vorglühen mit allen Freiwilligen, Laura und Marius in Observatory und dann ging es zum einzigen Feuerwerk in der Stadt an die Waterfront. Es war so schön, nur leider wurde Philipps Handy geklaut. Welcome to South Africa.

  1. Januar: Wir mussten uns von Laura verabschieden, da sie mit ihrer Organisation nach Johannesburg gefahren ist. Marius war dann bis zum 2. Januar bei uns, dann haben wir ihn zum Flughafen gebracht

Greenmarket: Hier haben mal wieder viel zu viel Geld gelassen und für alle Souvenirs gekauft.

Waterfront: danach waren wir an der Waterfront essen und haben den Tag gemütlich ausklingen lassen

  1. Januar: Bloubergstrand: Hier waren wir und haben Marius letzte Stunde in Südafrika verbracht, danach waren wir noch bei Rocco Mamas essen. Dann ging es auch schon zum Flughafen.

Llandudno/ Hout Bay: einen wunderschönen Sonnenuntergang an einer Bucht

  1. Januar: Tafelberg: Gegen sieben Uhr sind Philipp und ich auf den Tafelberg gewandert. Wir haben ungefähr 4h gebraucht es war sehr anstrengend und es war ziemlich heiß. Aber der Ausblick hat sich gelohnt. Keine Wolken, es war freie Sicht auf die wunderschöne Stadt.

Hermanus: dann ging es los auf die Garden Route Richtung PE. Der erst Stopp ist Hermanus. Die Unterkunft war 40minuten von Hermanus entfernt, Mitten im nirgendwo. Das war echt atemberaubend, denn ich habe noch nie so einen Sternenhimmel wie dort gesehen. Wir haben abends dann mit Eva( meine Mitbewohnerin), Marci und Doreen(zwei Freunde von Eva) gebraait.

  1. Januar: Hermanus: das ist ein kleiner Ort auf der Garden Route, bekannt für Whale watching. Nur leider ist eigentlich gerade nicht die Zeit um Wale zu sehen. Hier haben wir eine Katamaratour gemacht, es gab unglaublich viele Robben und Pinguine zu sehen. Und dann kurz vor Schluss das Highlight ein Wal in weiter Entfernung.

Kap Anghulas: Der Südlichste Punkt Afrikas.

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Oudtshoorn: Die nächste Nacht haben wir im Backpacker Oudtshoorn verbracht.

  1. Januar: Oudtshoorn: eine Stadt im Gebirge, hier gibt es unzählige Straußenfarmen. Wir haben die Show Ostrich Farm besucht und haben dort an einer Führung teilgenommen.

Wilderness: Weiter ging es nach Wilderness hier hatten wir für 4 Nächte eine Unterkunft mit Meer Blick. Einschlafen mit dem Meeresrauschen in den Ohren, daran könnte man sich gewöhnen.

  1. Januar: Sedgefield: Heute haben wir uns entschlossen Paragliding zu machen. Am Anfang hatte ich Respekt, aber ich würde es auf jeden Fall noch einmal oder auch noch 100-mal machen. Das ist so toll.

Knysna: Eine der schönsten Städte auf der Garden Route. Hier sind wir zu den Knysna Heads gewandert, dort hat man eine tolle Aussicht auf die Stadt selbst und die Meeresbucht zwischen den Felsen. Danach ging es an die kleine Waterfront Fisch essen.

 

  1. Januar: Bloukrans Bridge Tsitsikamma: Gut gestärkt sind wir zum Bungee Jump nach Tsitsikamma gefahren. 216 Meter tief. Ich hatte Respekt davor und wenn die Mitarbeiter mich nicht geschubst hätten, dann wäre ich auch nicht gesprungen. Aber alles ist gut gegangen, eine Erfahrung die man auf jeden Fall EINMAL machen sollte.

Plettenbergbay: Eine schöne Stadt an der Küste mit vielen Seen. Hier sind wir nach dem Bungee Sprung essen gegangen und haben noch 2 deutsche Freiwillige besucht die wir in Kapstadt kennengelernt haben. Diese wohnen im Township, jetzt schätzt man erst wirklich was ein Glück wir haben.

Knysnsa: Abends sind wir noch zu Laura und mit ihr in Knysna essen zu gehen (man sieht sich fast so oft wie in Deutschland: Forst- Heidelsheim/ Südafrika Knysna- PE)

8. Januar: Knysna

9. Januar: Jeffreys Bay: Unser nächster Stopp. Wer meine Blogs verfolgt weiß, dass JBay schon fast unser Zuhause ist. Hier haben wir zwei Nächte in einem Air BnB geschlafen, das wie ein Schiff aussieht. Wir haben uns natürlich gleich Boards ausgeliehen und sind surfen gegangen.

10. Januar: Jeffreys Bay: Gegen 11 Uhr haben Philipp und ich einen 2 stündigen Surfkurs gemacht. Das war echt gut, denn so hat man alles von einem Profi gelernt und er hat auch kleine Tricks gezeigt. Danach ging es in die Surfervillage um ganz viel bei Billabong und Elements zu shoppen. Abends sind wir bei JBay Brus essen gegangen, meiner Meinung nach das beste Restaurant in JBay.

11. Januar: Lauras 19 Geburtstag. Vor einem Jahr habe ich sie in Deutschland mit einer Überraschungsparty überrascht und dieses Jahr überrasche ich sie mit Frühstück am Bett in Südafrika. Laura dachte wir fahren nach Hause, aber eigentlich sind wir um 6 Uhr aufgestanden um 300km nach Knysna zu fahren. Dort haben wir sie mit ihren Mitfreiwilligen überrascht. Das war ein echt schöner Tag und ich freue mich schon drauf, wenn ich die Knysna Mädels für ein Wochenende im Februar besuche.

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Philipp und ich mussten aber dann schon wieder die 300km zurück nach PE fahren, denn abends mussten wir unser Auto abgeben( im gesamten Urlaub sind wir mit dem Auto über 3000km gefahren). Denn das war der letzte Tag unseres Urlaubs.

In den restlichen Tagen habe ich Philipp noch das Haven, meine Einsatzstelle, gezeigt. Wir sind einmal samstags hingefahren und haben uns lange mit den Hausmüttern und den Kids unterhalten. Die haben sich unglaublich gefreut, dass jemand neues mitkam. Abends sind wir zu Fragrance gefahren und haben dort gefeiert. Es gab Potschikos eine Südafrikanische Nationalspezalität. Die Männer standen draußen und haben am Feuer gekocht, die Frauen saßen drin und haben sich unterhalten. Später gab es dann noch ein Dancebattle. Wie immer war es sehr schön und jetzt weiß Philipp auch, wer meine Südafrikanische Familie ist und dass ich da gut aufgehoben bin.

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Montags ging dann der Alltag wieder los, ich habe angefangen zu arbeiten und es war Philipps letzter Tag. Somit konnte ich ihm noch einmal einen ganz normalen Arbeitstag zeigen. Ich bin echt froh wieder zurück zu sein, denn ich habe alle echt vermisst.

Langsam kehrt der Alltag wieder ein, Philipp ist seit dem 16.01 wieder in Deutschland, die Arbeit nimmt seinen gewohnten Lauf und wir haben wieder alle mit unseren Hobbys begonnen.

Auch an die Kids im Haven habe ich vor Weihnachten gedacht. Ich habe einen Briefaustausch mit meiner Grundschule in Deutschland gestartet. Die Klasse 1b aus Deutschland hat für jedes meiner Haven Kinder einen Weihnachtsbrief geschrieben. Meine Kids haben Briefe für die deutschen Kinder geschrieben. Das war eine rießen Freude für alle!

Jetzt im Januar/ Februar ist es hier ziemlich heiß, was das Arbeiten echt anstrengend macht und wir durchgängig müde sind. Bei 20 Grad aber fangen wir schon an zu frieren. Gut das schon bald der Herbst kommt und im April kommt endlich meine Familie zu Besuch.

Ich hoffe ich konnte euch einen guten Einblick in meinen Urlaub geben.

Liebe Grüße aus PE

Eure Tabea

 

 

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3 Monate, Seminar, Strom sparen und Weihnachten

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Goeiedag!

Hallo zusammen! Lange ist es her, aber ja ich lebe noch. Die Zeit vergeht im Flug: das wunderschöne Südafrika ist jetzt schon seit 3 Monaten mein Zuhause. Ein Viertel der Zeit ist um. Einerseits kommt es mir vor als wäre ich gestern erst angekommen, aber ich hab auch schon so viel erlebt.

Heimweh? Auch das gehört dazu, aber das hält sich eher in Grenzen, da ich keine Zeit habe darüber nachzudenken. Aber ich weiß, dass meine Mama und meine Schwestern froh sind, wenn ich in 9 Monaten wieder den deutschen Boden betrete.

Ich weiß gar nicht wo ich Anfangen soll…..

Kurz nach dem letzten Blogeintrag haben wir Besuch von den Mitarbeitern unserer Organisation ASC Göttingen aus Deutschland bekommen. Ingo und Niko, die wir beide schon aus dem Vorbereitungsseminar kannten, sind für 2 Wochen in Südafrika gewesen. Wir, die PE Freiwilligen, sind mit ihnen Essen gegangen und am Tag darauf sind sie zum Kaffee und Kuchen vorbei gekommen. Wir hatten tolle Gespräche und wir konnten alles Ansprechen bei dem wir noch Beratung brauchten. Der Besuch war aber auch Anlass um alles blitzblank aufzuräumen und zu putzen. Denn manchmal klappt es nicht so gut, dass jeder sein Geschirr selbst aufspült.

Der eigentliche Grund, warum Mitarbeiter unserer Organisation zu besuchen waren, war das erste Zwischenseminar vom 12.- 15.11 in Hogsback. Eigentlich hatte ich, und auch meine Mitbewohner, keine Lust auf das Seminar, aber es war trotzdem cool alle wieder zusehen. Das Programm war sehr vielfältig: Wasserfallwanderung, Volleyball Turnier, Klettergarten und  natürlich auch Theoretische Einheiten, zum Bespiel mussten wir Präsentationen über unsere Projekte und über unser Ort erstellen. Hogsback liegt im Landesinneren, dadurch war es Mega heiß und wir waren doch froh, dass das Seminar ziemlich schnell verging und wir wieder Zuhause waren.

Nach den vier Tagen Seminar mussten wir die restlichen Tage der Woche auch nicht arbeiten. Aber montags hat man sich dann doch wieder auf seine Arbeit gefreut. Ich bin so glücklich in dieser Arbeitsstelle gelandet zu sein. Am Anfang habe ich oft überlegt ob das die richtige Einsatzstelle ist, aber nein ich möchte nie wieder tauschen. Ich bin wirklich ein Teil der Haven Familie. Ich war jetzt auch schon ziemlich oft bei Mitarbeitern eingeladen und somit verbringen wir unsere Wochenenden teilweise im Township. Sikona, eine meiner Lieblingsmitarbeiterinnen, hatte uns zum Beispiel zum Braaien und danach zum Feiern eingeladen. Braaien ist das Südafrikanische grillen und das muss man einfach mal erlebt haben.

Fragrance lädt uns fast jedes Wochenende auch noch zum übernachten ein. Hier fühlt man sich immer willkommen. Bei Südafrikanern wird immer gesungen gelacht und getanzt. Da ich leider nicht gut im Tanzen bin wird mir das tanzen an so Abenden beigebracht. Auch sind Saliu und ich schon einmal mit Fragrance in ihre traditionelle Kirche. Das war auf jeden Fall auch eine Erfahrung die man machen sollte. Die Kirche ging ewig und es wurde auch eigentlich nur gebetet, trotzdem war das Feeling genial und man ist immer willkommen.

Aber auch im Haven an sich gab es ziemlich viele große Aktionen in den letzten Wochen. Wir haben mit einem Running Club zusammen ein Charity Run veranstaltet. Die Startgelder und erlöse beim Essen/ Trinken ging an das Haven. Dieser Tag war super geplant, es waren so viele für den 4.2km Run da und sogar unsere Hausmütter sind mit den Kids mitgelaufen.

Desweiteren war die Graduation der Playschool. Dies wurde groß in einer Kirche um die Ecke gefeiert. Die Kinder waren herausgeputzt wie noch nie. Ein bisschen hat mich das Ganze an High School Musical erinnert. Die Kids haben wochenlag Lieder und Tänze dafür einstudiert. Es war echt ein wunderschöner Morgen.

Am 1. Dezember war der World Aids Day. Dieser wird im Haven eigentlich immer riesig gefeiert. Da wir aber eine Woche vorher den Charity Run hatten, ist die Feier ins Wasser gefallen. Dafür gab es, aber am 30. November eine kleine interne Feier. Saliu und ich haben ein paar kleine Spiele mit den Kids gemacht und die Hausmütter haben traditionell gekocht. Es wurde ein Feuer gemacht und alles was man mag wurde in ein Topf geschmissen, welcher übers Feuer kam.

Deutsches Essen in der Südafrikanischen Küche: Ich habe im Haven Käsespätzlen gemacht. Das war mega witzig da alle schon Probleme beim Wort aussprechen hatten. Alle wollten mir Helfen und somit wurde für ein Tag die Arbeit zur Seite gelegt. Zum Glück hat es auch echt jedem geschmeckt.

Für mich heißt es noch eine Woche Arbeiten und dann ist das Haven geschlossen. Die Kinder gehen alle über die großen Sommerferien zu Verwandten oder ihren Hausmüttern. Das heißt für uns, dass wir die komplette letzte Woche für jedes Kind Sachen für die nächsten drei Wochen richten mussten. Hier war wirklich von Fleischgewürze, über Milch, Schokolade und Duschgel alles dabei.

Wie ihr seht gibt es im Haven immer was zu tun! Ich freue mich auf jeden Fall Schon auf Januar wenn ich die Kinder wieder sehe.

Auch gibt es neben der Arbeit noch viel zu berichten: Ich bin dem Walmer Running Club beigetreten. Das ist ein Laufclub bei uns im Stadtteil, die Menschen haben mich dort freundlich aufgenommen und es macht echt Mega Spaß jeden Dienstag und Donnerstag mit ihnen durch PE zu joggen. Auch nehme ich jeden Samstag um acht am Parkrun statt. Der Parkrun findet in Südafrika in jeder größeren Stadt statt. Hier treffen sich alle Laufbegeisterten von Jung bis Alt und können laufen, joggen, rennen und jeden Samstagmorgen die frische Luft am Meer genießen. Ja richtig der Lauf ist am Meer. Apropos Meer: in Südafrika wird viel gesurft, ich gehöre jetzt auch dazu. Denn ich habe mir mein eigenes Surfbrett gekauft und hoffe doch dass ich am Ende des Jahres surfen kann!!

Hier in PE kann man Mega surfen und man sieht echt immer Delfine was super schön ist. Doch für die perfekten Wellen muss man bis nach Jeffreys Bay fahren. Dort waren wir in der letzten Zeit ziemlich oft. Auch am Black Friday sind wir nach JBay gefahren um dort eigentlich groß im Billabong Outlet shoppen zu gehen. Leider hatte die Surfervillage kein Rabat. Macht nichts wir haben trotzdem geshoppt.

Aber auch allgemein ist in unserer WG viel los. Wir unternehmen echt viel. Zum Beispiel letzte Woche waren wir im Lion Park in Seaview, das ist genau 20 Minuten von uns entfernt. Der Park ist natürlich nichts im Vergleich zum Addo Park, aber trotzdem war es echt cool mit unserem eigenen Auto durch zu fahren. Aber seht selbst auf den Bildern was wir alles gesehen haben.

Auch waren wir am Samstag mit den Berlin und East London Freiwilligen im Nelson Mandela Bay Stadium und haben uns ein Soccer Championsgame angeschaut. Auch diese Erfahrung war echt der Hammer. Vor dem Spiel und in der Halbzeit wurde die ganze Zeit getanzt und gesungen. Das was Südafrika aus macht. Das war echt toll!

Desweiteren passiert hier auch etwas in letzter Zeit was in Deutschland niemals passieren würde, sondern nur hier. Zweimal täglich wird bis Anfang Mai der Strom angestellt. Der Grund? Um Strom zu sparen! Wir dachten am Anfang auch das sei ein Scherz, aber nein das ist Südafrika.

Dezember, Weihnachtszeit die Zeit fliegt. Es ist schon komisch Weihnachten und Silvester im Sommer zu verbringen, aber ich freue mich sehr auf die Zeit. Am Summerstrand wurde ein Weihnachtsbaum feierlich aufgestellt, dachten wir zumindest. Naja jetzt steht da ein Gerüst mit Lichtern das einem Baum ähneln soll. Aber hier in der WG haben wir in der Küche und im Gemeinschaftsraum fleißig für Weihnachten geschmückt, auch einen Adventkranz besitzen wir. Dank meiner Mama habe ich auch einen Adventkalender, danke Mama dafür. Hier gibt es nämlich weit und breit keine Adventkalender zu kaufen. Und zu guter Letzt haben wir am Wochenende auch angefangen hunderte Sorten von Plätzchen zu backen. Irgendwie schmecken sie nicht wie in Deutschland, aber wenigstens bin ich jetzt in Weihnachtsstimmung.

Jetzt wurde der Eintrag aber sehr lange! Für mich heißt es noch bis Freitag arbeiten und dann Urlaub bis Mitte Januar. Darauf freue mich! Erstens, weil es endlich in meine Lieblingsstadt Kapstadt geht und zweitens, weil ich Besuch von Philipp, Laura und Marius bekomme.

Ich wünsche allen Frohe und Besinnliche Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2019!

Eure Tabea

Oktoberfest, St Francis Bay und der Alltag im Haven

IMG-20181021-WA0036Hallo Zusammen,

Endlich lasse ich mal wieder was von mir hören. Das wichtigste: Mir gefällt es so gut und ich will am liebsten für immer hier bleiben. Die Arbeit macht einfach so viel Spaß und man erlebt jeden Tag aufs Neue etwas.

Nach dem letzten Blogeintrag ist wieder so einiges passiert. Wir, die PE Freiwilligen, haben die Jeffreys Bay Freiwilligen besucht. Wir sind morgens früh los um den ganzen Tag dort verbringen zu können. Nach Jeffreys Bay fährt man eine gute Stunde. Dort angekommen haben wir erst mal das türkisblaue Meer begutachtet und danach ging der Shopping Marathon los. Denn in J Bay gibt es ein Billabong Outlet (Surfermarke). Zum Abschluss waren wir noch Burger essen. Ein schöner Tag mit der J Bay Crew ging zu Ende.

Das Wochenende drauf, sind wir(PE,  JBay und Port Alfred) mit unseren local Freunden nach St Francis Bay gefahren. Das ist eine Stadt auch in derselben Bucht wie J Bay. Unser Haus war aber Mitten im Nirgendwo aber an einem tollen Fluss. Ohne Internet und mit viel Party haben wir das Wochenende verbracht. Daniel, einer unserer Freunde, hatte an diesem Wochenende Geburtstag. Ich glaub diesen Geburtstag wird er nicht so schnell vergessen. Wir haben viele neue Leute kennengelernt, aber es war auch echt anstrengend da wir wenig Schlaf hatten. Mit einer Verzögerung von 3h(African Time) sind wir dann sonntags wieder gut nach der Fahrt im Minitaxi in PE angekommen.

Aber auch das nächste Abenteuer stand bevor, denn ich bekam den ersten „deutschen“ Besuch auch wenn es nur für das Wochenende war: Laura, mit ihr bin ich seit der 5. Klasse befreundet, besuchte mich. Sie ist Freiwillige in Knysna und somit nur 3h entfernt. An diesem Wochenende haben wir so einiges erlebt. Freitag ging es einkaufen und später mit unseren Freunden zum White Tiger(Club am Meer). Am Samstag habe ich Laura morgens die Nachbarschaft gezeigt und gegen Mittag sind wir nach Sardinia Bay gefahren. Diesmal war der Strand einfach noch viel toller als sonst. Das Wasser war türkisblau, wie im Bilderbuch. Am Abend stand das Highlight an, warum auch die Freiwilligen aus Berlin und J Bay noch gekommen sind. Ein Oktoberfest im Deutschen Club hier in PE. Es war mega witzig und hat uns so viel Spaß gemacht. Am Sonntag haben wir noch gemeinsam am Pool gefrühstückt und Laura musste dann leider auch schon gehen. Es war echt toll mal wieder jemand von Deutschland zu sehen. Danke für das schöne Wochenende Laura.

Auch im Haven gibt es immer was Neues zum Erleben. Die Kinder sind einfach so toll und geben einem so viel. Andrea, eine Mädchen meinte ich sei zu ihr wie eine Mama und sie vermisst mich jetzt schon. Ein anderes Mädchen meinte auch ich bin doch eine Südafrikanerin (you act like a southafrican and you look like a south african). Jeden Tag fragen die Kids wann wir endlich einen Ausflug machen können. Der erste Ausflug kam dann auch schneller als Gedacht. Wir sind, an einem Donnerstag nach der Schule mit allen 30 Kindern zum Gravity gefahren. Das ist eine riesige Trampolinhalle mitten in PE. Das war echt toll, auch ich bin miteghüpft, weil es einfach so viel Spaß gemacht hat. An dieser Stelle noch einmal danke an die anderen Mit freiwilligen die uns Begleitet haben. Die Kids haben es so genossen und fragen seit dem jeden Tag wann wir wieder hingehen können. Aber auch kleinere Sachen haben wir schon gemacht, wie zum Beispiel am letzten Donnerstag war es so heiß, dass Saliu und ich kurzfristig entschlossen haben die Kids mit zu uns an unseren Pool zu nehmen. Auch das hat den Kindern viel Spaß gemacht. Die Kinder sind wirklich für alles dankbar was man mit ihnen macht. Sie nutzen wirklich alle Chancen um aus dem Kinderheimalltag herauszukommen. Desweiteren finanzieren Saliu und ich auch mit unseren Überschüssigen Spenden Schwimmtraining. Die Kinder gehen jeden Samstag in eine Schwimmhalle und bekommen dort professionelles Schwimmtraining.

Vielen Dank an dieser Stelle an meine Spender die mir das ermöglichen!

Auch mit den Mitarbeitern im Haven verstehe ich mich einfach super. Ich verbringe immer mehr Zeit mit ihnen. Am Montag haben wir kurzfristig entschlossen, dass Pint(eine der Mitarbeiterinnen) mir Braids macht. Vier Stunden später war es dann endlich fertig, es war eine tolle Erfahrung aber ich musste sie wieder raus machen, da ich einen Ausschlag bekommen habe.

Allgemein sind alle Mitarbeiter wie meine zweite Familie. Vor allem Fragrance und Jenilee(Supervisor) im Haven sind wie Mamas zu uns. Wenn irgendetwas ist oder ich bei etwas Hilfe brauche oder nur einen guten Gesprächspartner brauche kann ich mich immer an sie wenden. Auch die Hausmütter, „Mamas“ so werde sie von den Kindern genannt, sind immer für uns da. Man wird immer von jedem mit offenen Armen empfangen.

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Aber natürlich vermisse ich meine Familie Zuhause auch! Diese Woche hat mich ein Päckchen von Matilda, Paula und Mama erreicht. Danke für den guten Phönix Kaffee ich werde ihn genießen.

Jetzt aber genug berichtet, ich freue mich schon euch wieder aus Port Elizabeth zu berichten.

Sonnige Grüße Tabea

Ein Monat

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Bulungbay und PE

 

Ein Monat Südafrika. Ein Monat von Zuhause getrennt. Aber auch ein Monat Zuhause.

Ich habe angefangen Port Elizabeth mein Zuhause zu nennen, war im Urlaub und hab schon viel erlebt. Aber alles von Anfang an.

Nach dem letzten Blogeintrag ist tatsächlich viel passiert.  Wir haben angefangen Port Elizabeth zu erkunden. Der Nationalsport in Südafrika ist Rugby und deshalb haben wir ein Spiel im Nelson Mandela Bay Stadium angeschaut. Da ich leider keine Ahnung von dem Sport habe, war es nicht so spannend, aber die Stimmung war echt gut.

Was man außerdem unbedingt gesehen haben muss, ist Sardinia Bay, ein wunderschöner Strand 20min von unserem Zuhause entfernt. Ich glaube die Bilder sagen alles.

Bei der Arbeit wächst man immer mehr in seine Aufgaben. Man wird routinierter und alles geht einem einfacher von der Hand. Mir macht es unglaublich viel Spaß: sowohl die Arbeit im Office, als auch die Arbeit mit den Kids  und den Hausmütter. Unsere zwei ältesten Zandile und Andile hatten ihren Farewell (Abiball) das war ein schöner Tag.  Ein besonderer Tag war der 24.09 Heritage Day, hier werden alle verschiedenen Afrikanischen Stämme gefeiert. An diesem Tag sind alle Freiwilligen mit unseren Haven Kids zu einem Festival gegangen. Es war sehr schön alle haben getanzt, gesungen und es war eine ausgelassene Stimmung.

Allgemein sind Afrikaner so herzlich und man ist immer willkommen. Was du heute kannst besorgen, verschiebe steht’s auf Morgen. So könnte man die Regenbogennation auch beschreiben. Am 19.09 konnten wir zum Beispiel nicht arbeiten gehen, da die Straßen einfach mal gesperrt worden sind.

Das Afrikanische Essen ist auch köstlich zum Beispiel Fat cook (frittierter Teig) meistens mit Fisch oder Biltong (getrocknetes Fleisch.

Auch der Sport darf man natürlich als Sportfreiwiliger nicht vergessen. Ich gehe regelmäßig laufen, was bei uns sehr sicher und wunderschön ist. Außerdem habe wir schon Probetraining in verschiedenen Fitnessstudios gemacht, aber ich habe mich fürs schwimmen entschieden. Bei uns in der Nähe gibt es nämlich ein Olympiabecken und die Sasionkarte ist auch nicht so teuer.

Am 28.09 war es dann soweit unser erster Urlaub stand an. Eva, Niko, Sophie und ich sind gleich nach der Arbeit losgefahren. Planen war Fehlanzeige, wir haben nur das Auto gemietet und haben uns drauf geeinigt wir schlafen da, wo es uns gefällt.

Der erste Stopp war in East London, hier wohnen auch Freiwillige bei denen wir geschlafen haben. Die zweite Nacht war in Coffe Bay, auch eine Einsatzstelle direkt am Meer. Von hier sind wir zum ersten Backpacker mitten ins Nirgendwo direkt am Strand. Die Landschaft war so toll. Einfach los, Barfuß mit Badesachen und 5km später waren wir beim Hole in the wall. Ein wunderschöner Ort.

Die nächsten Tage sind wir immer weiter ins Landesinnere mit Ziel Underberg gefahren. Das liegt bei den Drakensbergen, nähe Lesotho. Hier haben wir wunderschöne Tage, aber in eisiger Kälte verbracht. Nach neun Tagen sind wir wieder gut Zuhause angekommen. Der Urlaub war wirklich super schön und ich freue mich schon auf den nächsten.

Wir stecken schon in den Planungen für unseren großen Urlaub im Dezember. In den nächsten Wochen wird noch einiges passieren, ich berichte natürlich davon.

Liebe und vor allem sonnige Grüße aus PE

Tabea

Die erste Woche

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Hallo zusammen!

Endlich schaffe ich es ein Blog Eintrag zu schreiben. Ich bin gut in Südafrika gelandet und es gefällt mir super.

Aber ich fange mal von vorne an. Nach meinem letzten Eintrag habe ich das Visum beantragt, welches ich nach dem zweiten Versuch auch endlich bekommen habe. Desweitern musste ich mich um ein neues Konto und gefühlt tausend Impfungen kümmern.

Das schwerste aber war das Packen. Was nehme ich für ein Jahr mit? Sehr schwer, aber auch das habe ich geschafft. Nun stand nur noch am 7.09 die Verabschiedung in Hannover bei Ministerpräsident Weil an. Das war sehr schön, denn dort haben wir noch unsere Vorfreiwilligen kennengelernt, die uns noch viel über Port Elizabeth und unsere Einsatzstelle sagen konnten.

Am 9.09 war es dann soweit mein Flug nach Südafrika stand an. Ich habe mich sehr gefreut, aber trotzdem hat man im Hinterkopf, dass man ein Jahr von Zuhause weg geht. Meine Familie und meine Freunde haben sich morgens noch einmal von mir verabschiedet das war sehr schön:) (Grüße gehen raus an Jasmin, Carla, Lisa, Jan, Marius, Emely, Pauline und natürlich Philipp, Matilda und Paula)

Am Flughafen angekommen bin ich gleich auf die ganze Port Elizabeth Port Alfred und JBay Gruppe gestoßen.

Hier war es dann an der Zeit Abschied zu nehmen, was mir schwerer als Gedacht gefallen ist. Augen zu und durch! Der erst Flug von Frankfurt nach Doha war auch nochmal sehr tränenreich, da ich hier mein Abschiedsbuch angeschaut habe. Vielen Dank an alle die hier etwas dazu beigetragen haben.

In Doha dann 6h Aufenthalt, was nicht so schlimm war, da wir alle in einem quiet room geschlafen haben. Doha- Johannesburg war der längste Flug, aber es kam einem wie 2 Stunden vor da alle die ganze Zeit geschlafen haben.

Angekommen in Afrika hatten wir natürlich schon die African time in uns und wir verpassten unser Flug nach Port Elizabeth (PE). Das war aber kein Problem für uns und wir buchten schnell um und konnten so 2 Stunden später fliegen und sind dann gegen acht Uhr gut angekommen. An diesem Abend stand nicht viel auf dem Programm außer essen gehen mit Brett unserem Südafrikanischem Koordinator und Schlafen, Viel Schlafen!

Morgens aufgewacht habe ich realisiert das ich hier Zuhause bin für ein Jahr. Eva und ich leben im Poolhaus. Wie der Name schon sagt ein Gartenhaus direkt am Pool. Der Garten und alles hier ist wunderschön, nur Nachts kann es echt kalt werden.

Mittlerweile haben wir uns gut eingelebt und auch echt glücklich mit der Wahl hier in der Water Road zu wohnen. Auch PE ist wunderschön, es gibt einfach alles! Bis jetzt haben wir außer dem Meer, PicknPay (Supermarkt), Haven (Kinderheim) und dem White Tiger (Club) noch nicht so viel gesehen, aber das kommt noch.

Wir haben hier auch ein Auto. Sechs Personen in einen Golf der gefühlt Baujahr 1800 ist. Servolenkung Fehlanzeige. Wenn man Glück hat springt er an und es gehen auch nicht immer alle Türen auf, aber es ist auf jeden Fall sehr witzig mit diesem Auto zu fahren.

Jetzt zum Haven meinem Projekt, am Donnerstag war der erste Tag. Mein Projektpartner Saliu und ich werden um acht vom Haven Fahrer abgeholt. Unser erster Gang ist das Office um den beiden Mitarbeitern hallo zu sagen. Danach gehen wir zur Playschool und bringen den Kindern ihr Frühstück, wen nicht schon all zu spät ist, bleibt auch noch Zeit zum Spielen. Die Playschool ist wie eine Art Kindergarten hier sind die Kinder 1- 6 Jahre alt.. Wenn hier alles erledigt ist fahren Saliu und ich gegen 10 Uhr zum PicknPay und holen die Sachspenden ab. Wir wurden an unserem ersten Arbeitstag freundlich von den Mitarbeitern begrüßt die schon sehnsüchtig auf die neuen Freiwilligen gewartet haben.

Wieder zurück Haven, mache wir die Arbeit die anfällt: Spenden sortieren, im Office oder in der Küche helfen. Gegen 13 Uhr geht es dann auch schon wieder los die Kinder von der Schule zu holen. Wir sammeln 9 Kinder ein und der Haven Fahrer die anderen Kinder mit dem Bus. Mit einer Musikbox und guter Musik auf dem Handy hat man die Rasselbande gut unter Kontrolle. Die Schulkinder sind genau so herzlich, wie die Haven Mitarbeiter und die Playschool Kinder. Alle kommen auf einen zugerannt und umarmen dich.

Der Nachmittag vergeht sehr schnell: die meiste Zeit nimmt das Hausaufgaben machen in Anspruch danach bleibt noch etwas Zeit zum Spielen. Denn um vier Uhr heißt es für uns Tschüss und bis morgen Haven.

Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Einblick in mein jetziges Leben hier geben. Ich genieße es wirklich sehr, aber vermisse auch echt mein Zuhause.

See you soon!

Tabea

P.S.: Danke für die wunderschönen Videos! Ich habe mich sehr gefreut und werde sie immer wieder anschauen. Auch wenn ich hierbei meine Tränen mal wieder nicht stoppen kann.

 

 

 

 

Erster Blogbeitrag

Ein Jahr Südafrika, das war schon immer mein großer Traum. Jetzt geht er in Erfüllung, ich werde ab September für genau ein Jahr Freiwillige beim ASC Göttingen sein.

Begonnen hat meine Reise bereits im Dezember 2017 mit dem Bewerbungsverfahren. Am 21. Dezember folgte die Einladung für das Auswahlwochenende. Diese 23h waren sehr schön und ich habe sehr viele Infos über die Organisation und die verschiedenen Projekte bekommen. Eine Woche später folgte die Absage, das war sehr schade. Doch Mitte Februar kam die gute Nachricht, für mich geht es doch ein Jahr nach Südafrika.

Am 15-18. März 2018 war es dann soweit, das erste Vorbereitungsseminar stand an. Hierbei habe ich alle Mitfreiwilligen kennengelernt. Außerdem wurde mir mitgeteilt, welches Projekt ich besuchen werde: House of Ressurection – Haven in Port Elizabeth. Darüber habe ich mich sehr gefreut, auch meine Mitfreiwilligen sind super nett. Wir sind zehn Freiwillige in PE und somit die größte Gruppe. Wir haben sehr viele Infos zum Visum und dem Spendenkreis bekommen, was mir etwas Kopfschmerzen bereitet. Das Visum muss so schnell wie möglich in München beantragt werden, aber vorher muss ich noch verschiedene Unterlagen, wie zum Beispiel einen radiologischen Report, besorgen. Der Unterstützerkreis bzw. meine Spendenmappe ist auch wichtig, darüber werde ich unter der Kategorie Spenden berichten.

Jetzt heißt es aber erst einmal für das Abitur zu lernen und alles unter einen Hut zu bekommen. Ich halte euch auf dem Laufenden!

Eure Tabea

(Bilder vom Vorbereitungsseminar)