Oktoberfest, St Francis Bay und der Alltag im Haven

IMG-20181021-WA0036Hallo Zusammen,

Endlich lasse ich mal wieder was von mir hören. Das wichtigste: Mir gefällt es so gut und ich will am liebsten für immer hier bleiben. Die Arbeit macht einfach so viel Spaß und man erlebt jeden Tag aufs Neue etwas.

Nach dem letzten Blogeintrag ist wieder so einiges passiert. Wir, die PE Freiwilligen, haben die Jeffreys Bay Freiwilligen besucht. Wir sind morgens früh los um den ganzen Tag dort verbringen zu können. Nach Jeffreys Bay fährt man eine gute Stunde. Dort angekommen haben wir erst mal das türkisblaue Meer begutachtet und danach ging der Shopping Marathon los. Denn in J Bay gibt es ein Billabong Outlet (Surfermarke). Zum Abschluss waren wir noch Burger essen. Ein schöner Tag mit der J Bay Crew ging zu Ende.

Das Wochenende drauf, sind wir(PE,  JBay und Port Alfred) mit unseren local Freunden nach St Francis Bay gefahren. Das ist eine Stadt auch in derselben Bucht wie J Bay. Unser Haus war aber Mitten im Nirgendwo aber an einem tollen Fluss. Ohne Internet und mit viel Party haben wir das Wochenende verbracht. Daniel, einer unserer Freunde, hatte an diesem Wochenende Geburtstag. Ich glaub diesen Geburtstag wird er nicht so schnell vergessen. Wir haben viele neue Leute kennengelernt, aber es war auch echt anstrengend da wir wenig Schlaf hatten. Mit einer Verzögerung von 3h(African Time) sind wir dann sonntags wieder gut nach der Fahrt im Minitaxi in PE angekommen.

Aber auch das nächste Abenteuer stand bevor, denn ich bekam den ersten „deutschen“ Besuch auch wenn es nur für das Wochenende war: Laura, mit ihr bin ich seit der 5. Klasse befreundet, besuchte mich. Sie ist Freiwillige in Knysna und somit nur 3h entfernt. An diesem Wochenende haben wir so einiges erlebt. Freitag ging es einkaufen und später mit unseren Freunden zum White Tiger(Club am Meer). Am Samstag habe ich Laura morgens die Nachbarschaft gezeigt und gegen Mittag sind wir nach Sardinia Bay gefahren. Diesmal war der Strand einfach noch viel toller als sonst. Das Wasser war türkisblau, wie im Bilderbuch. Am Abend stand das Highlight an, warum auch die Freiwilligen aus Berlin und J Bay noch gekommen sind. Ein Oktoberfest im Deutschen Club hier in PE. Es war mega witzig und hat uns so viel Spaß gemacht. Am Sonntag haben wir noch gemeinsam am Pool gefrühstückt und Laura musste dann leider auch schon gehen. Es war echt toll mal wieder jemand von Deutschland zu sehen. Danke für das schöne Wochenende Laura.

Auch im Haven gibt es immer was Neues zum Erleben. Die Kinder sind einfach so toll und geben einem so viel. Andrea, eine Mädchen meinte ich sei zu ihr wie eine Mama und sie vermisst mich jetzt schon. Ein anderes Mädchen meinte auch ich bin doch eine Südafrikanerin (you act like a southafrican and you look like a south african). Jeden Tag fragen die Kids wann wir endlich einen Ausflug machen können. Der erste Ausflug kam dann auch schneller als Gedacht. Wir sind, an einem Donnerstag nach der Schule mit allen 30 Kindern zum Gravity gefahren. Das ist eine riesige Trampolinhalle mitten in PE. Das war echt toll, auch ich bin miteghüpft, weil es einfach so viel Spaß gemacht hat. An dieser Stelle noch einmal danke an die anderen Mit freiwilligen die uns Begleitet haben. Die Kids haben es so genossen und fragen seit dem jeden Tag wann wir wieder hingehen können. Aber auch kleinere Sachen haben wir schon gemacht, wie zum Beispiel am letzten Donnerstag war es so heiß, dass Saliu und ich kurzfristig entschlossen haben die Kids mit zu uns an unseren Pool zu nehmen. Auch das hat den Kindern viel Spaß gemacht. Die Kinder sind wirklich für alles dankbar was man mit ihnen macht. Sie nutzen wirklich alle Chancen um aus dem Kinderheimalltag herauszukommen. Desweiteren finanzieren Saliu und ich auch mit unseren Überschüssigen Spenden Schwimmtraining. Die Kinder gehen jeden Samstag in eine Schwimmhalle und bekommen dort professionelles Schwimmtraining.

Vielen Dank an dieser Stelle an meine Spender die mir das ermöglichen!

Auch mit den Mitarbeitern im Haven verstehe ich mich einfach super. Ich verbringe immer mehr Zeit mit ihnen. Am Montag haben wir kurzfristig entschlossen, dass Pint(eine der Mitarbeiterinnen) mir Braids macht. Vier Stunden später war es dann endlich fertig, es war eine tolle Erfahrung aber ich musste sie wieder raus machen, da ich einen Ausschlag bekommen habe.

Allgemein sind alle Mitarbeiter wie meine zweite Familie. Vor allem Fragrance und Jenilee(Supervisor) im Haven sind wie Mamas zu uns. Wenn irgendetwas ist oder ich bei etwas Hilfe brauche oder nur einen guten Gesprächspartner brauche kann ich mich immer an sie wenden. Auch die Hausmütter, „Mamas“ so werde sie von den Kindern genannt, sind immer für uns da. Man wird immer von jedem mit offenen Armen empfangen.

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Aber natürlich vermisse ich meine Familie Zuhause auch! Diese Woche hat mich ein Päckchen von Matilda, Paula und Mama erreicht. Danke für den guten Phönix Kaffee ich werde ihn genießen.

Jetzt aber genug berichtet, ich freue mich schon euch wieder aus Port Elizabeth zu berichten.

Sonnige Grüße Tabea

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Ein Monat

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Bulungbay und PE

 

Ein Monat Südafrika. Ein Monat von Zuhause getrennt. Aber auch ein Monat Zuhause.

Ich habe angefangen Port Elizabeth mein Zuhause zu nennen, war im Urlaub und hab schon viel erlebt. Aber alles von Anfang an.

Nach dem letzten Blogeintrag ist tatsächlich viel passiert.  Wir haben angefangen Port Elizabeth zu erkunden. Der Nationalsport in Südafrika ist Rugby und deshalb haben wir ein Spiel im Nelson Mandela Bay Stadium angeschaut. Da ich leider keine Ahnung von dem Sport habe, war es nicht so spannend, aber die Stimmung war echt gut.

Was man außerdem unbedingt gesehen haben muss, ist Sardinia Bay, ein wunderschöner Strand 20min von unserem Zuhause entfernt. Ich glaube die Bilder sagen alles.

Bei der Arbeit wächst man immer mehr in seine Aufgaben. Man wird routinierter und alles geht einem einfacher von der Hand. Mir macht es unglaublich viel Spaß: sowohl die Arbeit im Office, als auch die Arbeit mit den Kids  und den Hausmütter. Unsere zwei ältesten Zandile und Andile hatten ihren Farewell (Abiball) das war ein schöner Tag.  Ein besonderer Tag war der 24.09 Heritage Day, hier werden alle verschiedenen Afrikanischen Stämme gefeiert. An diesem Tag sind alle Freiwilligen mit unseren Haven Kids zu einem Festival gegangen. Es war sehr schön alle haben getanzt, gesungen und es war eine ausgelassene Stimmung.

Allgemein sind Afrikaner so herzlich und man ist immer willkommen. Was du heute kannst besorgen, verschiebe steht’s auf Morgen. So könnte man die Regenbogennation auch beschreiben. Am 19.09 konnten wir zum Beispiel nicht arbeiten gehen, da die Straßen einfach mal gesperrt worden sind.

Das Afrikanische Essen ist auch köstlich zum Beispiel Fat cook (frittierter Teig) meistens mit Fisch oder Biltong (getrocknetes Fleisch.

Auch der Sport darf man natürlich als Sportfreiwiliger nicht vergessen. Ich gehe regelmäßig laufen, was bei uns sehr sicher und wunderschön ist. Außerdem habe wir schon Probetraining in verschiedenen Fitnessstudios gemacht, aber ich habe mich fürs schwimmen entschieden. Bei uns in der Nähe gibt es nämlich ein Olympiabecken und die Sasionkarte ist auch nicht so teuer.

Am 28.09 war es dann soweit unser erster Urlaub stand an. Eva, Niko, Sophie und ich sind gleich nach der Arbeit losgefahren. Planen war Fehlanzeige, wir haben nur das Auto gemietet und haben uns drauf geeinigt wir schlafen da, wo es uns gefällt.

Der erste Stopp war in East London, hier wohnen auch Freiwillige bei denen wir geschlafen haben. Die zweite Nacht war in Coffe Bay, auch eine Einsatzstelle direkt am Meer. Von hier sind wir zum ersten Backpacker mitten ins Nirgendwo direkt am Strand. Die Landschaft war so toll. Einfach los, Barfuß mit Badesachen und 5km später waren wir beim Hole in the wall. Ein wunderschöner Ort.

Die nächsten Tage sind wir immer weiter ins Landesinnere mit Ziel Underberg gefahren. Das liegt bei den Drakensbergen, nähe Lesotho. Hier haben wir wunderschöne Tage, aber in eisiger Kälte verbracht. Nach neun Tagen sind wir wieder gut Zuhause angekommen. Der Urlaub war wirklich super schön und ich freue mich schon auf den nächsten.

Wir stecken schon in den Planungen für unseren großen Urlaub im Dezember. In den nächsten Wochen wird noch einiges passieren, ich berichte natürlich davon.

Liebe und vor allem sonnige Grüße aus PE

Tabea

Die erste Woche

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Hallo zusammen!

Endlich schaffe ich es ein Blog Eintrag zu schreiben. Ich bin gut in Südafrika gelandet und es gefällt mir super.

Aber ich fange mal von vorne an. Nach meinem letzten Eintrag habe ich das Visum beantragt, welches ich nach dem zweiten Versuch auch endlich bekommen habe. Desweitern musste ich mich um ein neues Konto und gefühlt tausend Impfungen kümmern.

Das schwerste aber war das Packen. Was nehme ich für ein Jahr mit? Sehr schwer, aber auch das habe ich geschafft. Nun stand nur noch am 7.09 die Verabschiedung in Hannover bei Ministerpräsident Weil an. Das war sehr schön, denn dort haben wir noch unsere Vorfreiwilligen kennengelernt, die uns noch viel über Port Elizabeth und unsere Einsatzstelle sagen konnten.

Am 9.09 war es dann soweit mein Flug nach Südafrika stand an. Ich habe mich sehr gefreut, aber trotzdem hat man im Hinterkopf, dass man ein Jahr von Zuhause weg geht. Meine Familie und meine Freunde haben sich morgens noch einmal von mir verabschiedet das war sehr schön:) (Grüße gehen raus an Jasmin, Carla, Lisa, Jan, Marius, Emely, Pauline und natürlich Philipp, Matilda und Paula)

Am Flughafen angekommen bin ich gleich auf die ganze Port Elizabeth Port Alfred und JBay Gruppe gestoßen.

Hier war es dann an der Zeit Abschied zu nehmen, was mir schwerer als Gedacht gefallen ist. Augen zu und durch! Der erst Flug von Frankfurt nach Doha war auch nochmal sehr tränenreich, da ich hier mein Abschiedsbuch angeschaut habe. Vielen Dank an alle die hier etwas dazu beigetragen haben.

In Doha dann 6h Aufenthalt, was nicht so schlimm war, da wir alle in einem quiet room geschlafen haben. Doha- Johannesburg war der längste Flug, aber es kam einem wie 2 Stunden vor da alle die ganze Zeit geschlafen haben.

Angekommen in Afrika hatten wir natürlich schon die African time in uns und wir verpassten unser Flug nach Port Elizabeth (PE). Das war aber kein Problem für uns und wir buchten schnell um und konnten so 2 Stunden später fliegen und sind dann gegen acht Uhr gut angekommen. An diesem Abend stand nicht viel auf dem Programm außer essen gehen mit Brett unserem Südafrikanischem Koordinator und Schlafen, Viel Schlafen!

Morgens aufgewacht habe ich realisiert das ich hier Zuhause bin für ein Jahr. Eva und ich leben im Poolhaus. Wie der Name schon sagt ein Gartenhaus direkt am Pool. Der Garten und alles hier ist wunderschön, nur Nachts kann es echt kalt werden.

Mittlerweile haben wir uns gut eingelebt und auch echt glücklich mit der Wahl hier in der Water Road zu wohnen. Auch PE ist wunderschön, es gibt einfach alles! Bis jetzt haben wir außer dem Meer, PicknPay (Supermarkt), Haven (Kinderheim) und dem White Tiger (Club) noch nicht so viel gesehen, aber das kommt noch.

Wir haben hier auch ein Auto. Sechs Personen in einen Golf der gefühlt Baujahr 1800 ist. Servolenkung Fehlanzeige. Wenn man Glück hat springt er an und es gehen auch nicht immer alle Türen auf, aber es ist auf jeden Fall sehr witzig mit diesem Auto zu fahren.

Jetzt zum Haven meinem Projekt, am Donnerstag war der erste Tag. Mein Projektpartner Saliu und ich werden um acht vom Haven Fahrer abgeholt. Unser erster Gang ist das Office um den beiden Mitarbeitern hallo zu sagen. Danach gehen wir zur Playschool und bringen den Kindern ihr Frühstück, wen nicht schon all zu spät ist, bleibt auch noch Zeit zum Spielen. Die Playschool ist wie eine Art Kindergarten hier sind die Kinder 1- 6 Jahre alt.. Wenn hier alles erledigt ist fahren Saliu und ich gegen 10 Uhr zum PicknPay und holen die Sachspenden ab. Wir wurden an unserem ersten Arbeitstag freundlich von den Mitarbeitern begrüßt die schon sehnsüchtig auf die neuen Freiwilligen gewartet haben.

Wieder zurück Haven, mache wir die Arbeit die anfällt: Spenden sortieren, im Office oder in der Küche helfen. Gegen 13 Uhr geht es dann auch schon wieder los die Kinder von der Schule zu holen. Wir sammeln 9 Kinder ein und der Haven Fahrer die anderen Kinder mit dem Bus. Mit einer Musikbox und guter Musik auf dem Handy hat man die Rasselbande gut unter Kontrolle. Die Schulkinder sind genau so herzlich, wie die Haven Mitarbeiter und die Playschool Kinder. Alle kommen auf einen zugerannt und umarmen dich.

Der Nachmittag vergeht sehr schnell: die meiste Zeit nimmt das Hausaufgaben machen in Anspruch danach bleibt noch etwas Zeit zum Spielen. Denn um vier Uhr heißt es für uns Tschüss und bis morgen Haven.

Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Einblick in mein jetziges Leben hier geben. Ich genieße es wirklich sehr, aber vermisse auch echt mein Zuhause.

See you soon!

Tabea

P.S.: Danke für die wunderschönen Videos! Ich habe mich sehr gefreut und werde sie immer wieder anschauen. Auch wenn ich hierbei meine Tränen mal wieder nicht stoppen kann.

 

 

 

 

Erster Blogbeitrag

Ein Jahr Südafrika, das war schon immer mein großer Traum. Jetzt geht er in Erfüllung, ich werde ab September für genau ein Jahr Freiwillige beim ASC Göttingen sein.

Begonnen hat meine Reise bereits im Dezember 2017 mit dem Bewerbungsverfahren. Am 21. Dezember folgte die Einladung für das Auswahlwochenende. Diese 23h waren sehr schön und ich habe sehr viele Infos über die Organisation und die verschiedenen Projekte bekommen. Eine Woche später folgte die Absage, das war sehr schade. Doch Mitte Februar kam die gute Nachricht, für mich geht es doch ein Jahr nach Südafrika.

Am 15-18. März 2018 war es dann soweit, das erste Vorbereitungsseminar stand an. Hierbei habe ich alle Mitfreiwilligen kennengelernt. Außerdem wurde mir mitgeteilt, welches Projekt ich besuchen werde: House of Ressurection – Haven in Port Elizabeth. Darüber habe ich mich sehr gefreut, auch meine Mitfreiwilligen sind super nett. Wir sind zehn Freiwillige in PE und somit die größte Gruppe. Wir haben sehr viele Infos zum Visum und dem Spendenkreis bekommen, was mir etwas Kopfschmerzen bereitet. Das Visum muss so schnell wie möglich in München beantragt werden, aber vorher muss ich noch verschiedene Unterlagen, wie zum Beispiel einen radiologischen Report, besorgen. Der Unterstützerkreis bzw. meine Spendenmappe ist auch wichtig, darüber werde ich unter der Kategorie Spenden berichten.

Jetzt heißt es aber erst einmal für das Abitur zu lernen und alles unter einen Hut zu bekommen. Ich halte euch auf dem Laufenden!

Eure Tabea

(Bilder vom Vorbereitungsseminar)